Historie

Mehr als 60 Jahre: Theatergemeinde Wiesbaden e.V.

Ähnlich wie in Frankfurt am Main und vielen anderen Städten der damaligen Bundesrepublik kam es vor über 60 Jahren auch in Wiesbaden auf Anregung der beiden großen christlichen Kirchen zur Gründung einer Theatergemeinde. Ziel dieser Gründungsinitiativen des sich im Nachkriegsdeutschland neu entwickelnden kulturellen Lebens war es, christlich orientierte Kreise der Bevölkerung für das Theater zu gewinnen, den Zugang zu den dargebotenen Werken zu erschließen und Voraussetzungen für die Auseinandersetzung mit deren Inhalten zu schaffen. Angeknüpft wurde dabei an die Tradition von christlich geprägten Besucherorganisationen aus der Zeit von 1919–1933, die im überregionalen „Bühnenvolksbund“ zusammengeschlossen waren.

Die Theatergemeinde in Wiesbaden verfolgte in den ersten Jahren nach ihrer Gründung 1952 hauptsächlich das Ziel, Besucher für das Kleine Haus zu gewinnen, also ausschließlich Interesse am Schauspiel zu wecken, dagegen wurden Abonnements für das Große Haus erst einige Jahre später angeboten. Die Theatergemeinde Wiesbaden ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Wir arbeiten nicht gewinnorientiert. Unsere Preisvorteile bei den Veranstaltern geben wir an unsere Mitglieder weiter.

Theatergemeinde Wiesbaden

1952 wurde die Theatergemeinde Wiesbaden durch die Initiative der evangelischen und katholischen Kirchen gegründet. Anlass dazu bot das damals neu hinzu gekommene Schauspiel im „Kleinen Haus“. Hier sollten  Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem christlich-kirchlichen Milieu durch das Angebot vergünstigter Karten verstärkt die Gelegenheit zum Theaterbesuch erhalten. Besonderen Reiz entfalten unsere Angebote für Gruppen, die sich zum gemeinsamen Theaterbesuch zusammen finden. Ob in einer Kirchengemeinde, einem Verein oder mit Freunden und Bekannten; es macht einfach mehr Spaß und trägt zum kritischen Austausch über das Gesehene bei, wenn man mit einer Gruppe eine Vorstellung besucht.

Im Jahr 2013 waren es 604 Mitglieder, die regelmäßig als Abonnenten der Theatergemeinde das Hessische Staatstheater besuchten. Die Zeit erfordert es, ein Anbot  unterschiedlich gestalteter Abonnements für das „Große Haus“, das „Kleine Haus“ und die „Wartburg“ des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden anzubieten und den kostengünstigen Besuch von Aufführungen von Oper, Operette, Ballett und Schauspiel zu ermöglichen.

Dem Anliegen, das Wiesbadener Theaterleben aus christlicher Perspektive zu beobachten und zu begleiten, dienen weiterhin Gesprächsangebote mit Theaterschaffenden und weitere Kulturprojekte, die in Zusammenarbeit mit den Kirchen und Kulturträgern entwickelt werden . Mit Führungen durch Kunstausstellungen in der rhein-mainischen Museumslandschaft gelingt uns die Verbindung von der Darstellenden zur Bildenden Kunst.

Den Vorstandsvorsitz der Theatergemeinde Wiesbaden hat Prof. Dr. Wilhelm Fresenius von 1952 bis 2003 übernommen.  Danach hat Frau Dr. Ulrike-Sophie Scholtz dieses Amt von 2003 bis 2011 getätigt. Unser aktueller Vorstandsvorsitzender ist Pfarrer Stephan Gras seit 2012.

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Prof. Dr. Wilhelm Fresenius 1952-2003

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Dr. Ulrike-Sophie Scholtz 2003-2011

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Pfarrer Stephan Gras seit 2012 im Amt.

Elke Wirtz-Meinert