Szenenwechsel

Die Reihe SZENENWECHSEL ist eine Kooperation der Theatergemeinde mit der Katholischen Erwachsenenbildung Wiesbaden und der Akademie Rabanus Maurus Frankfurt. Ausgewählte Theaterstücke werden durch intensive Einführungen der Dramaturgen und Dr. Stefan Scholz inhaltlich begleitet. Herzlich eingeladen sind auch alle, die das Stück bereits gesehen haben und gerne mehr darüber wissen möchten.

 

Jeweils 18:00 Uhr Einführung im STUDIO. Treffpunkt Bühneneingang

Romulus der Große: 20. Februar 2020, Dramaturgie Angelika Bardos (Spielstätte KLEINES HAUS)
18:00 Uhr Vorgespräch STUDIO, Eingang Bühneneingang

Wassa Schelesnowa (Gorki): 12. März 2020, Dramaturgie Wolfgang Behrens
(Spielstätte KLEINES HAUS)
18:00 Uhr Vorgespräch STUDIO, Eingang Bühneneingang

Michael Kohlhaas: 23. April 2020, (Spielstätte WARTBURG)
18:00 Uhr Vorgespräch Probebühne Wartburg

Romulus der Große

Ungeschichtliche historische Komödie
Von Friedrich Dürrenmatt

Rom 476: Die Staatskassen sind leer, die Armee fahnenflüchtig, die Germanen stehen vor der Tür – die Lage ist aussichtslos. Doch Kaiser Romulus hat andere Sorgen, zum Beispiel, dass seine Legehennen kaum noch Eier legen. Seine Untertanen, bzw. diejenigen, die noch da sind, suchen verzweifelt nach Auswegen aus dieser unlösbaren Situation: weder vor Meuchelmord wird zurückgeschreckt, noch davor, die Tochter des Kaisers an einen reichen Magnaten zu verschachern, der mit seinen finanziellen Reserven das große Rom freikaufen könnte. Doch Romulus weigert sich…

Passenderweise hat Friedrich Dürrenmatt sein Stück »Romulus der Große« nicht als »reine« Komödie eingeordnet. Doch zwischen den hochkomischen Zeilen steht auch eine Menge Tiefgründiges und Hintersinniges. „[Es] lockte mich, einmal einen Helden nicht an der Zeit, sondern eine Zeit an einem Helden zugrunde gehen zu lassen.“ (Friedrich Dürrenmatt).

Wassa Schelesnowa

Von Maxim Gorki

Der große russische Dichter und Sozialrevolutionär Alexei Peschkow nannte sich Maxim Gorki, den »Bitteren«. Entsprechend bitter gerät auch sein Bild einer Familie, das er im 1910 entstandenen Drama »Wassa Schelesnowa« entwirft: Während der Vater im Hinterzimmer krepiert, führt Wassa den familieneigenen Betrieb mit harter Hand weiter. Wobei diese nicht zuletzt ihre Kinder zu spüren bekommen, die auf ihren Anteil am Erbe lauern. Das Stück entfaltet den uralten Konflikt zwischen Jung und Alt: Ist die Elterngeneration nicht bereit, ihre Macht abzugeben? Oder ist die Kindergeneration noch nicht reif, Verantwortung zu übernehmen? Nach seiner vielbeachteten Inszenierung des »Eingebildeten Kranken« inszeniert Regie-Shootingstar Evgeny Titov zum zweiten Mal in Wiesbaden.

Michael Kohlhaas

White Boxx Vol. 2

Nach der Novelle von Heinrich von Kleist

Ein Klassiker, vier Schauspieler, ein weißer Raum – White Boxx eben. Der reisende Pferdehändler Michael Kohlhaas wird an der sächsisch-brandenburgischen Grenze aufgehalten und soll einen scheinbar benötigten Passierschein vorlegen. Doch so einen Schein besitzt er nicht, also muss er gezwungenermaßen zwei seiner Pferde zurücklassen. Wenige Wochen später findet er die Tiere völlig verwahrlost und ausgemergelt wieder. Kohlhaas klagt gegen dieses Unrecht. Aber er scheitert an Intrigen, Korruption und Vetternwirtschaft. Da Kohlhaas auf legalem Weg nicht weiterkommt, beginnt er einen blutigen Rachefeldzug: »Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darüber zugrunde«.

Karten zu allen Vorstellungen gibt es bei der Theatergemeinde Wiesbaden e.V., Telefon: 0611 303456, E-Mail: info@theatergemeinde-wiesbaden.de