Veranstaltungen

VERANSTALTUNGEN

Jazz Matinee mit dem Two-Man-Groove Orchestra

ACHTUNG: Die Veranstaltung findet am Schillerdenkmal am Warmen Damm statt. Es herrscht die 3G-Regel. Bitte Nachweise mitbringen!!

Let‘s Groove
Sonntag, 12.9.2021, 11.00 Uhr

Wenn Roland Vanecek und Arne Moos auftreten sind gute Stimmung, viel Humor und fetzige musikalische Unterhaltung auf hohem Niveau garantiert: Die beiden Profimusiker verbinden gekonnt klassische Themen mit Blues, Jazz und Pop und schaffen verblüffende neue Interpretationen.

Eintritt frei*, Anmeldung erforderlich
*nach den Matineen geht zugunsten der Künstler der Hut rum


Werkstattgespräch

Montag, 27. September 2021 um 19.00 Uhr
Achtung: Die Veranstaltung findet im Roncallihaus statt

In unseren Werkstattgesprächen mit dem Dramaturgie-Team des Wiesbadener Staatstheaters werden die Schauspielinszenierungen der ersten Spielzeithälfte vorgestellt.
Eine Anmeldung ist erforderlich

Szenenwechsel

Die Reihe SZENENWECHSEL ist eine Kooperation der Theatergemeinde mit der Katholischen Erwachsenenbildung Wiesbaden und der Akademie Rabanus Maurus Frankfurt. Ausgewählte Theaterstücke werden von intensiven Einführungen durch die Dramaturgen und Dr. Stefan Scholz inhaltlich begleitet. Diese Spielzeit beschäftigen wir uns im Szenenwechsel mit den Produktionen Admissions von Joshua Harmon und der Trilogie Utopia. Aufbruch. Schiffbruch. Bergung. von Tom Stoppard.

Admissions

Von Joshua Harmon. Deutsch von Anika Bardos
Dienstag, 12. Oktober 2021 um 18.00 Uhr, Wartburg
18.00 Uhr Einführungsgespräch mit Dr. Stefan Scholz
19.30 Vorstellungsbeginn Admissions

“Black life matters – Aufbrechen der Narrative des „alten, weißen Mannes“ – Multiperspektivität anstelle von Eurozentrismus – Diversität statt Leitkultur – durch Gendersensibilität ein Gespür für sprachliche Rassismen – Gleiche Rechte für alle – Dieselbe Würde jedem. Was die Sprache schon hergibt, bleibt der Alltag noch schuldig. Soll, kann, darf die weiße Sherry es befürworten, daß dem schwarzen Perry bei der Studienplatzvergabe der Vorzug gegeben wird vor ihrem eigenen Sohn Charlie? Bleibt jeder sich selbst der Nächste, weil der Preis für Gerechtigkeit für jeden dem einzelnen zu hoch ist? Gibt es das überhaupt – Gerechtigkeit für alle? Admissions – eine kalte Dusche für alle, die sich auf der Seite der Guten wähnen.”

Dr. Stefan Scholz

Weitere Informationen zu der Produktion finden Sie hier.

ADMISSIONS hatten wir bereits im Szenenwechsel der letzten Spielzeit angeboten. Leider ist die Vorstellung ausgefallen.
Eine Anmeldung ist erfolderlich.


Utopia
Aufbruch. Schiffbruch. Bergung

Trilogie von Tom Stoppard
Termin: N.N.

In dieser Spielzeit haben wir uns für „Die Küste Utopias“, eine Trilogie des britischen Autors Tom Stoppard (*1937), entschieden. Sir Tom Stoppard rückt in seiner scharfsinnigen und wortwitzigen Trilogie »Die Küste Utopias« die russische »Intelligenzia« des 19. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Stoppard bringt so die Vorgeschichte der russischen Revolution in einem humorvollen Konversationsstück auf die Bühne. Nach »The Hard Problem« zeigt das Hessische Staatstheater Wiesbaden mit »Die Küste Utopias« die nächste Deutschsprachige Erstaufführung von Tom Stoppard.

Die drei Teile werden von der renommierten Regisseurin Henriette Hörnigk (Der fröhliche Weinberg) inszeniert. Die Darstellung der insgesamt über 80 Rollen wird von 18 Schauspieler*innen bewerkstelligt.

Die Termine für diese Reihe stehen leider noch nicht fest. Wir informieren Sie so schnell wie möglich, wann wir Ihnen die Vorstellungen mit dem jeweiligen Einführungsgespräch anbieten können. Interessenten können sich ab sofort vormerken lassen


Weihnachtskonzert

Samstag, 18. Dezember 2021
18.00 Uhr, Marktkirche

Die Theatergemeinde lädt zu einem Weihnachtskonzert ein, das von Instrumentalkreis und Chor der Grundschule Bierstadt unter der Leitung des Schulleiters Christoph Steuer gestaltet wird. Es werden traditionelle und zeitgenössische Advents- und Weihnachtslieder erklingen.
Im Anschluss an das Konzert laden wir noch zu einem lockeren Beisammensein ein. Der Ort dazu wird noch bekanntgegeben.

Lesung
Nachbarn. Bahnhofstraße 44/46

Briefe und Schicksal zweier Familien in Wiesbaden während des 2.Weltkriegs
Termin der Lesung im Foyer des Staatstheaters wird noch bekanntgegeben. Interessierte können sich ab sofort vormerken lassen.

In einem Mehrfamilienhaus in Wiesbaden leben zwei sehr unterschiedliche Familien als Nachbarn nebeneinander. Auf der einen Seite die „arische“ Familie Moos aus bürgerlichen Verhältnissen, die lange Zeit mit Geldsorgen zu kämpfen haben. Heinrich Moos wird früh NSDAP-Mitglied, später zum überzeugten Anhänger Hitlers, und bleibt zugleich ein liebender Vater und Ehemann. Auf der anderen Seite die jüdische Familie Strauss, wohlhabende Weinhändler, denen die rechte Hälfte des Doppelhauses, die Bahnhofstraße 46 gehört.

Zwei Kinder der Familie Strauss sind 1939 emigriert, um dem Naziregime zu entgehen

Von beiden Familien ist ein umfangreicher Briefwechsel erhalten, der eine gleichzeitige Sicht zulässt auf Kriegsgeschehen und nationalsozialistische Überzeugungen einerseits und Unterdrückung, Verfolgung und Deportation andererseits. Das Haus der Familie Strauss wird 1940 von der Gestapo zum „Judenhaus“ erklärt.

Bahnhofstraße 44/46. Foto: Vero Moos
Ausgrenzung und Demütigung

Die Briefe, welche die Eltern an ihren Sohn schreiben, erzählen vom Alltag und Leben im Judenhaus und zugleich von der zunehmenden Ausgrenzung und von Demütigungen. Die Briefe des Sohnes berichten von den Lebensbedingungen der Emigranten in Bolivien. Die Tochter Käte ist über England in die USA emigriert, sie überlebt dort den Nationalsozialismus. Die Tochter Beatrice wird im November 1941 nach Minsk deportiert, die Eltern Hedwig und Sebald dann im September 1942 nach Theresienstadt. Briefe der Schwester Käte an Alfred ab 1943 geben Aufschluss über das Schicksal der Eltern nach der Deportation. Weder die Eltern noch die Schwester Beatrice überleben den Holocaust.

Der Briefwechsel der Eheleute Moos, die etwa im Alter der Kinder Strauss sind, beginnt kurz vor Kriegsausbruch und erstreckt sich bis zum Kriegsende. Heinrich Moos war 1939 zunächst ohne die Familie (aus dem Schwarzwald) nach Wiesbaden gezogen. Von April 1940 an lebte die Familie Moos gemeinsam in der Bahnhofstraße 44, bis Heinrich im Juni 1940 nach Frankreich eingezogen wurde. Ihr Briefwechsel zeigt einen überzeugten Nationalsozialisten, welcher von der Propagandamaschinerie vollkommen vereinnahmt wird und der sich immer wieder zu Hasstiraden gegen das „Judenpack“ hinreißen lässt, zugleich jedoch ein treusorgender Familienvater ist. Seine Ehefrau, aus sehr christlichem Elternhaus stammend, geht in ihren Antworten niemals auf diese Äußerungen ein, sondern berichtet über den Kriegsalltag in Wiesbaden, Versorgungsengpässe und die Sorge um die Kinder.

Übereinstimmend beschreiben die Briefe beider Familien die Sehnsucht nach den Angehörigen, verbunden mit den Ängsten, ob man sich wohl jemals wiedersehen wird.

Die Enkelin begibt sich auf die Reise in die Vergangenheit

Veronika Moos, Enkelin von Heinrich Moos, ist durch Zufall auf die umfangreiche Briefsammlung der Familie Strauss gestoßen. Straussens waren ihr aus alten Erzählungen bekannt. Das dramatische Ausmaß ihres Familienschicksals offenbarte sich erst durch die Briefe.

Veronika Moos hat die Briefe der beiden Familien eindrucksvoll gegenübergestellt und mit Bildmaterial und Informationen versehen. Somit ergibt sich ein einzigartiges Zeitdokument, das unterschiedlicher kaum sein könnte.

Briefe verschiedener Schicksale

Der erste Teil des Buches “Nachbarn. Bahnhofstraße 44/46″” umfasst die Zeit von Januar 1939 bis Mai 1940, bei der Familie Strauss die Briefe des Sohnes Alfred aus Bolivien und die der Eltern, bei der Familie Moos die Briefe bis zum Umzug der ganzen Familie nach Wiesbaden. Der zweite Teil beginnt im Mai 1940 und endet im Dezember 1941. Bei der Familie Strauss setzt der Briefwechsel mit der Ankunft der Tochter Käte in den USA ein, bei der Familie Moos umfasst er den Militärdienst von Vater Heinrich.

Im dritten Teil wird das Schicksal der Familienmitglieder bis Kriegsende und in der Nachkriegszeit anhand einzelner Briefe ab Februar 1942 beleuchtet. Es wird die Deportation der Wiesbadener Juden behandelt, im Besonderen der Bewohner des „Judenhauses“ in der Bahnhofstraße 46. Außerdem wird auf die Rückkehr von Alfred Strauss aus der Emigration nach Wiesbaden und die Entnazifizierung von Heinrich Moos eingegangen.

»Nachbarn. Bahnhofstraße 44/46« erscheint im
Herbst 2021 im Römerweg Verlag in Wiesbaden.

KULTURZENTRUM MARLEEN
Spielstätte im Lilien-Carré am Hauptbahnhof

Im Lili, dem ehemaligen Lilien-Carré am Hauptbahnhof, gibt es ab sofort Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen, die vom Kulturdezernat und dem Centermanagement kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Auch die Theatergemeinde lädt an fünf Terminen Künstler ein und stellt ihnen die Spenden und Einnahmen zur Verfügung.


Montag, 5. Oktober 2021, 19.00 Uhr
Schauspiel: Fast Faust

Schauspiel zwischen Klassik und Komik von Albert Frank nach J.W. von Goethe
„Faust“ von Goethe ist ein Stück mit 57 Rollen. Die beiden Möchtegern-Schauspieler
André und Heiner bringen das große Stück mit kleinem Bühnenbild, minimaler Technik und
Riesenleidenschaft zu zweit auf die Bühne. Ein Heidenspaß für die Zuschauer!
Eintritt frei, gegen Spende – Eine Anmeldung bei der Theatergemeinde ist erforderlich.


Dienstag, 6. Oktober 2021, 19.00 Uhr
Deutschland. Ein Wintermärchen

Heinrich Heine, gelesen von Stephan Bieker
Nie war Heines Wintermärchen aktueller als heute. Auf dieser Reise lachen und leiden wir mit
dem Dichter. Wir werden Zeugen seiner von menschlicher Wärme und Sehnsucht nach
Freiheit getragenen, doch gleichsam ebenso scharfen wie humorvollen Gesellschaftskritik
und seiner politischen Satire.
Eintritt frei, gegen Spende – Eine Anmeldung bei der Theatergemeinde ist erforderlich.

Sonntag, 24. Oktober 2021, 11.00 Uhr
Those were the days my friend …

Konzert mit der Hun(d)srock Rollator Gang
Rock, Pop und Blues aus den 60er und 70er Jahren, von Beatles bis Stones, von Santana bis Simon & Garfunkel, erlebt und gespielt von zwei „Oldie-Rockern“, die seit 50 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen (ehemals „The Sheiks“).
Eintritt frei, gegen Spende – Eine Anmeldung bei der Theatergemeinde ist erforderlich.

19. November 2021, 19.00 Uhr
Die neuen Wandermusikanten – Konzert

Sie kamen, sahen und spielten!
Vor 17 Jahren begann die internationale Karriere der Wandermusikanten. Einzigartig & leidenschaftlich geht diese außergewöhnlich dynamische Band mit ihrem Publikum auf eine rasante Reise durch Raum und Zeit der Musikgeschichte. Von Pachelbel bis Pastorius, von Klassik bis Pop, von Volks- bis Filmmusik, von New Orleans über Lateinamerika bis zum Balkan. Der einzigartige Humor der Musiker gepaart mit hochgradiger Professionalität lassen jedes Konzert zu einem Highlight werden. So ziehen sie auf den Spuren der einstigen Pfälzer Wandermusikanten des frühen 19.Jahrhunderts wie diese rund um die Welt.
Eintritt: 18,- Euro | Mitglieder 15,- Karten gibt es in unserer Geschäftsstelle

November 2021, 19.00 Uhr
„Und die Vögel werden singen“

Konzert und Lesung mit Aeham Ahmad und Stephan Bieker
Als der Krieg ganze syrische Städte in Schutt und Asche legte, zog der Pianist Aeham Ahmad sein Klavier in die Trümmer von Yarmouk / Damaskus und spielte für die Menschen. Durch ein kleines YouTube Video wurde
er zum „Pianist aus den Trümmern“. Nach einer spektakulären Flucht kam er nach
Wiesbaden, wo seine Weltkarriere begann. Seine Lebensgeschichte hat Aeham Ahmad niedergeschrieben und so ein unglaublich bewegendes, einfühlsames und ergreifendes Zeitdokument geschaffen. Seine Musik ist voller Hoffnung und Zuversicht. Trotz aller traumatischer Erfahrungen hat Aeham Ahmad nie sein Lachen und seinen Humor verloren.
Eintritt: 18,- Euro | Mitglieder 15,- Karten gibt es in unserer Geschäftsstelle